Leonardo da Vinci 2.0
Leonardo da Vincis Zeichnung zum Geschlechtsverkehr fasziniert – anatomisch korrekt ist sie jedoch nicht. Vielmehr spiegelt sie die Vorstellungen und Ideologien jener Zeit wider. So nahm man beispielsweise an, der männliche Same würde im Gehirn produziert werden und durch einen Kanal in der Wirbelsäule zum Penis gelangen. Die erste wissenschaftliche Studie zur Anatomie des Geschlechtsverkehrs wurde 1933 von R.L. Dickinson publiziert. Doch auch er war bei seinen Zeichnungen auf zahlreiche Annahmen angewiesen. Im Jahr 1999 ist es niederländischen Forschern schließlich gelungen, den Geschlechtsakt mittels Magnetresonanztomographie (MRT) naturgetreu abzubilden.