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Penispumpen: Fakt und Fiktion

10. September 2008 Kommentieren Kommentare lesen

„En1arge y0ur Peni5!“ So oder so ähnlich beginnen zahllose Mails, die täglich Millionen Postfächer rund um den Globus verstopfen. Der Markt für die dort angepriesenen Wunderpillen und Therapien scheint riesig zu sein. Doch was davon ist Fakt und was Fiktion? Was nützt und was schadet womöglich?

Um dem Mangel an zuverlässigen Informationen entgegenzutreten, haben iranische Wissenschaftler in einer kürzlich erschienenen Studie die Wirksamkeit von sog. „Penispumpen“ untersucht. Diese werden über das Glied gestülpt und lassen es steif werden, indem sie durch einen Unterdruck die Blutmenge in den Schwellkörpern erhöhen. Die Pumpen sind daher als medizinisches Hilfsmittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion zugelassen. Ob sie jedoch den Penis auch dauerhaft vergrößern können, war bislang nicht gesichert.

Handluftpumpe zur Selbstmassage des Penis. Aus dem "Handbuch der Sexualwissenschaften" (Leipzig, 1921).

In der durchgeführten Studie wurden 31 Männer im Alter von 18 – 35 Jahren über 6 Monate dreimal wöchentlich für je 20 min mit einer Penispumpe behandelt. Zu Beginn der Behandlung betrug die mittlere Penislänge 7,6 cm. Nach 6 Monaten Therapie konnte ein durchschnittlicher Längenzuwachs von 0,3 cm festgestellt werden. Penispumpen bewirken somit keinen dauerhaften Längenzuwachs. Allerdings gaben 30 % der Studienteilnehmer zu Protokoll, mit der Behandlung zufrieden gewesen zu sein. Fazit: Penispumpen führen zwar nicht zur gewünschten Penisverlängerung, doch haben sie positive Auswirkungen auf die Psyche des Anwenders.

Literatur:
M.K. Aghamir, R. Hosseini & F. Alizadeh: A vacuum device for penile elongation: fact or fiction? BJU Int. 97 (4), 777-778 (2006). doi:10.1111/j.1464-410X.2006.05992.x

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